Ludwigshafen liegt im Kern der Kurpfalz und stellt zugleich eine ihrer größten Städte dar.
Ende Dezember 2018 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Ludwigshafen laut Statistischem Bundesamt etwa 171.000.

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Ludwigshafen am Rhein

LUDWIGSHAFEN -
Stadt am Rhein

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er Raum Ludwigshafen ist bereits seit sehr früher Zeit besiedelt...
Im Jahr 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben. 1860 übernahm sie den bisher in Mutterstadt gelegenen Distriktssitz, sodass nun ein eigener Distrikt Ludwigshafen im Landkommissariat Speyer bestand.

...nach Ansicht einiger Historiker existierte im Bereich des Ortsteils Rheingönheim das Römerkastell Rufiniana. Durch die Gemarkung der Ortsteile Maudach und Oggersheim führte die wichtige Römerstraße von Speyer nach Worms.

1607 gründete Kurfürst Friedrich der IV. von der Pfalz am Westufer des Rheins die Mannheimer Rheinschanze als Brückenkopf der Festung Mannheim. 1811 entsatand an dieser Stelle ein privater Schiffslandeplatz am Rhein.

Nach dem Wiener Kongress kam die links des Rheins gelegene Pfalz 1816 zu Bayern, die rechts des Rheins gelegene Pfalz mit der ehemaligen Hauptstadt Mannheim blieb bei Baden.

Das Gebiet der späteren Stadt Ludwigshafen gehörte zunächst zum Kanton Mutterstadt im Rheinkreis. 1818 wurde dieser Kanton Teil des Landkommissariats Speyer, heute der Landkreis Speyer.

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Ab 1820 entstand auf dem Gelände eine private Handelsniederlassung mit künstlichem Hafenbecken die 1843 vom bayerischen Staat erworben wurde. Zu Ehren von König Ludwig I. von Bayern, wurde sie in Ludwigshafen benannt und als industrieller Gegenpol zur badischen Stadt Mannheim rasch vergrößert. Einige Jahre später wurde die aufstrebende Siedlung zu einer selbständigen Gemeinde innerhalb des Landkommissariats Speyer erklärt, die mit Wirkung vom 14. April 1853 formell errichtet wurde. 1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde.

Bereits 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben. 1860 übernahm sie den bisher in Mutterstadt gelegenen Distriktssitz, sodass nun ein eigener Distrikt Ludwigshafen im Landkommissariat Speyer bestand.

Am 8. Mai 1865 wurde die Konzession zur Ansiedelung der Firma Badische Anilin- und Sodafabrik (abgekürzt: BASF) erteilt. Diese war kurz zuvor gegründet worden, hatte aber vom Mannheimer Gemeinderat kein Gelände zugebilligt bekommen, weshalb die „badische“ Firma in die Pfalz übersiedelte. Aus der BASF wurde später ein weltweit operierender Chemiekonzern, der Gesicht und Geschichte der Stadt bis heute nachhaltig prägt. Inzwischen ist BASF SE Ihr offizieller Firmenname.

Daten zu Ludwigshafen

Bundesland:Rheinland-Pfalz
Höhe:95m ü. NHN
Fläche:77,55 km2
Einwohner:171.061
Postleitzahlen:67059 - 67071
Vorwahlen:0621 - 06237
Website:www.ludwigshafen.de

Quelle: Wikipedia

In der lokalen Umgangssprache wird sie häufig „die Anilin“ genannt. 1882 erhielt die Stadt zur Unterscheidung von gleichnamigen anderen Orten den Namenszusatz „am Rhein“. 1886 wurde das frühere, seit 1862 Bezirksamt genannte Landkommissariat Speyer, geteilt. Damit wurde Ludwigshafen Sitz eines eigenen Bezirksamtes, aus dem 1939 der Landkreis Ludwigshafen (heute: Rhein-Pfalz-Kreis) hervorging.

1891 wurde die nördlich der Stadt gelegene Gemeinde Friesenheim eingegliedert.

Es folgten bis 1974 weitere Eingemeindungen: 01. Dezember 1899 die Gemeinde Mundenheim, 01. April 1938 die Städte Oppau und Oggersheim sowie die Gemeinden Maudach und Rheingönnheim, 16. März 1974 Gemeinde Ruchheim. 1920 wurde Ludwigshafen am Rhein kreisunmittelbar, schied aus dem Bezirksamt Ludwigshafen aus blieb aber zunächst noch unter der Finanzhoheit des Bezirksamts. Der Bürgermeister erhielt den Titel Oberbürgermeister. 1925 wurde Ludwigshafen Großstadt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Ludwigshafen zusammen mit Mannheim mit seinen kriegswichtigen Industrien einer der am meisten bombardierten Ballungsräume in Süddeutschland.

Über 80 Prozent der Bebauung im Innenstadtbereich werden durch die 124 zum Teil verheerenden Luftangriffe völlig zerstört.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Ludwigshafen ab Juli 1945 zur Französischen Besatzungszone und war deren bevölkerungsreichste Stadt. Aufgrund der unterschiedlichen Politik der Besatzungsmächte im besetzten Deutschland dauerte es in Ludwigshafen im Vergleich zu anderen Städten relativ lange, bis der Wiederaufbau voll ins Rollen kam. Die Stadt wurde eilig im einfachen Stil wiederaufgebaut, mit dem Ziel, dem akuten Wohnraummangel auch in der Innenstadt zu begegnen. Daher fehlt es im Stadtbild fast überall an architektonisch hochwertiger Bebauung. Im Zuge der rheinland-pfälzischen Gebietsreform wurde 1974 die Gemeinde Ruchheim eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

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1997 stellte sich die Stadt mit AnschLUss 2000 nach dem Projekt Visitenkarte der zweiten großen städtebaulichen Herausforderung. Das Vorhaben umschloss unter anderem die Umgestaltung des Berliner Platzes und dessen Anbindung an den Rhein, den Bau einer zweiten Eisenbahnbrücke und des S-Bahn-Haltepunkts Ludwigshafen-Mitte am Berliner Platz sowie den Bau des Einkaufcenters Walzmühle im Süden der Innenstadt. Am 3. Februar 2008 ereignete sich in Ludwigshafen ein schwerer Hausbrand, bei dem neun Aleviten türkischer Abstammung ums Leben kamen. In der Folge war das deutsch-türkische Verhältnis belastet, da es erwiesen unbegründete Gerüchte um eine mögliche Brandstiftung sowie um zu langsame Hilfe durch die Feuerwehr gab.

Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“. Im Jahr 2010 wurde die Innenstadt durch den Bau eines neuen Stadtquartiers auf dem Gelände des ehemaligen Zollhofhafens (Einkaufszentrum Rhein-Galerie Ludwigshafen, Stadtplatz mit Verlängerung und Ausbau der bestehenden Rheinpromenade, Gastronomie, Veranstaltungshalle im ersten Bauabschnitt wieder an den Rhein gebracht. Die Neugestaltung des Zollhofs ist Teil des Stadtumbauprogramms „Heute für Morgen“.